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Sunday, May 20, 2012

Fensterlüftung

Wie lange es dauert, bis die verbrauchte Raumluft vollständig gegen frische Außenluft ausgetauscht ist, hängt bei der Fensterlüftung sowohl von der Art der Lüftung (Querlüftung, Stosslüftung, Kipplüftung) als auch von den Wind- und Temperaturverhältnissen ab.

An einem Beispielgebäude sind einige typische Lüftungssituationen dargestellt.
Durch Mausklick in die Beispielräume wird die zugehörige Erläuterung angezeigt.

Lüftungsanlagen

Lüftungsanlagen sind in gut gedämmten Neubauten und energetisch sanierten Altbauten eine sinnvolle Alternative zur klassischen Fensterlüftung.   Die Anlagen sorgen zuverlässig für eine gleichbleibend hohe Raumluftqualität bei einem geringen Energieverbrauch.Dabei werden Luftschadstoffe und hohe Kohlendioxyd-Konzentrationen sicher abgeführt und die Luftfeuchtigkeit vollautomatisch auf ein unschädliches Maß begrenzt.  Die Fenster müssen in der Heizperiode nicht mehr geöffnet werden, Außenlärm und Außenluftschadstoffe bleiben ausgesperrt und durch Filter kann die einströmende Luft von Staub und Pollen gereinigt werden.

Weitere Vorteile: Auch bei einer Abwesenheit der Bewohner oder unter ungünstigen Wetterverhältnissen sorgen Lüftungsanlagen für die notwendige Mindestlüftung. Dadurch wird die Restfeuchte des morgendlichen Duschens sicher abgeführt, ohne das Einbruchrisiko durch geöffnete Fenster zu erhöhen.

Wichtig ist neben einer guten Planung die fachgerechte Ausführung und regelmäßige Wartung der Anlagen.

Eine gute Regelung passt die Ventilatorleistung an die wechselnden Lüftungsanforderungen an, ein geringer Stromverbrauch sorgt für einen energiesparenden Betrieb und geräuscharme Ventilatoren sichern die gewünschte Wohnbehaglichkeit.

Bewertungsmatrix für Lüftungsanlagen

Weitere Lüftungstipps

Hohe Feuchtemengen nach dem Duschen, beim Kochen oder Boden wischen sollten direkt weggelüftet werden. Dabei sind die Fenster weit zu öffnen und die Türen geschlossen zu halten.

Kann das Bad nach dem morgentlichen Duschen erst mittags gelüftet werden, verdoppelt sich die Lüftungszeit. Am Abend wird die vierfache Lüftungszeit benötigt, um die Feuchtigkeit vom morgendlichen Duschen abzuführen.

Wenn nachts in Schlafräumen die Fenster geschlossen bleiben, sollten die Räume zusätzlich zum morgentlichen Lüften mehrmals am Tag kurz stoßgelüftet werden, um die über Nacht angefallene Feuchtigkeit aus den Textilien und Möbel wegzulüften.

Räume mit niedrigen Innentemperaturen dürfen nicht durch geöffnete Türen zu beheizten Räumen „temperiert“ werden. Es gilt: Türen zu wenig beheizten Räumen sind nur bei einer Querlüftung zu öffnen und ansonsten geschlossen zu halten.

Wäsche sollte weder in der Wohnung noch in ungeheizten Kellerräumen getrocknet werden. Sinnvoll ist eine Wäscheleine im Freien oder ein gut belüfteter Trockenboden. Bei regelmäßig großen Wäschemengen kann ein sparsamer Wäschetrockner sinnvoll sein.

Nach der energetischen Sanierung eines Altbaus und nach dem Einbau neuer Fenster sollten die Lüftungsgewohnheiten überprüft werden, um Feuchteschäden zu vermeiden. Dazu kann mit einem Hygrometer die relative Luftfeuchtigkeit kontrolliert werden.

Zur Vorbeugung von Tauwasserschäden sollte die relative Luftfeuchtigkeit in der Heizperiode zwischen 40-60% liegen.

Feuchte Keller sollten im Winter trocken gelüftet werden. Im Sommer sind Türen und Fenster zu schließen. In den Übergangszeiten können die Keller allenfalls in den kühlen Nacht- und Morgenstunden gelüftet werden.